Tierrelevante Geschäfte in der Sommersession des National- und Ständerates

1. Juni 2026
Webartikel

Vom 1. bis 19. Juni 2026 findet die Sommersession der eidgenössischen Räte statt. Mehrere der traktandierten Geschäfte haben direkte oder indirekte Auswirkungen auf Tiere, den Tierschutz oder die Tierhaltung in der Schweiz. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der tierrelevanten Vorlagen und deren Bedeutung aus Tierschutzsicht.

Nationalrat

24.4695 Postulat Meret Schneider

Alternativen zu Tierversuchen. Forschungsstandort Schweiz stärken!

Mit dem Postulat soll der Bundesrat prüfen, welche internationalen Ansätze zur Förderung tierversuchsfreier Forschungsmethoden bestehen und wie diese auf die Schweiz übertragen werden könnten.

 

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25.3277 Motion Kolly

Kürzung der Tierwohlbeiträge aufheben

Die Motion verlangt, dass die per 1. Januar 2024 beschlossene Kürzung der Beiträge für besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme (BTS) rückgängig gemacht wird.

 

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24.4697 Motion Meret Schneider

Nationales Forschungsprogramm für Organs-on-a-Chip

Die Motion fordert den Bundesrat auf, ein nationales Forschungsprogramm zur Entwicklung und Förderung von «Organs-on-a-Chip»-Technologien zu lancieren, um innovative Alternativen zu Tierversuchen gezielt voranzubringen.

 

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25.3228 Motion Kaufmann

Anpassung der RAUS-Bestimmungen im Sinne von Umwelt und Tierwohl

Der Bundesrat wird beauftragt, die Ausgestaltung der Innenlaufhöfe im RAUS-Programm an die Herausforderungen im Bereich Ammoniakemissionen und Tiergesundheit anzupassen.

 

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25.3377 Motion Schneider

Weniger Antibiotikaeinsatz durch muttergebundene Kälberaufzucht

Die Motion beauftragt den Bundesrat, bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die muttergebundene Kälberaufzucht zu schaffen.

 

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24.3872 Motion Page und 24.3873 Motion Nicolet

NIV. Kontrollen und Bestimmungen für landwirtschaftliche Bauten mit Tierhaltung anpassen

Streustrom. Tierhaltung von der Plage befreien und Spezialistinnen und Spezialisten in diesem Bereich ausbilden

Die beiden Motionen fordern den Bundesrat auf, die Problematik von Streustrom in Nutztierställen stärker zu berücksichtigen: Einerseits sollen die Bestimmungen der Niederspannungsinstallationsverordnung NIV angepasst werden, andererseits soll die Ausbildung von Fachpersonen gefördert werden, die Streustrom erkennen und Betriebe beraten können.

 

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25.4057 Motion Broulis

Assistenzhunde. Rechtsrahmen zur Sicherstellung ihrer Aufgabe

Die Motion fordert eine obligatorische Zertifizierung von Ausbildungsstätten für Assistenzhunde, um verbindliche Qualitätsstandards zu schaffen und die Sicherheit sowie Professionalität im Assistenzhundewesen zu erhöhen.

 

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26.3022 Motion WBK-N

Förderung und Unterstützung der Tierseuchenprävention

Die Motion verlangt, dass Nutztierhalter:innen für Einkommensausfälle und Mehrkosten entschädigt werden können, die durch behördlich angeordnete Präventionsmassnahmen gegen hochansteckende Tierseuchen entstehen. Zudem sollen Wettbewerbsnachteile gegenüber ausländischen Produzent:innen vermieden werden.

 

 

Ständerat

 

24.080 Geschäft des Bundesrates und 25.402 Parlamentarische Initiative WBK-N

«Für eine Einschränkung von Feuerwerk». Volksinitiative

Indirekter Gegenentwurf zur Feuerwerks-Initiative

Die Feuerwerksinitiative will private Feuerwerke stark einschränken, um Belastungen für Wild- und Haustiere sowie die Umwelt zu reduzieren. 

 

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24.089 Geschäft des Bundesrates und 25.404 Parlamentarische Initiative WBK-N

«Ja zum Importverbot für Stopfleber (Stopfleber-Initiative)». Volksinitiative

Indirekter Gegenentwurf zur Stopfleber-Initiative

Die Volksinitiative «Ja zum Importverbot für Stopfleber» verlangt ein Verbot der Einfuhr von Stopfleber und Stopfleberprodukten, einschliesslich privater Einfuhren für den Eigengebrauch. Als indirekten Gegenvorschlag schlägt die WBK-N Importbeschränkungen vor, falls die vom Bundesrat vorgesehene Deklarationspflicht nicht zu einem deutlichen Rückgang des Konsums führt.

 

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26.3245 Postulat Graf

Ressourceneffiziente Nutzung des Schweizer Graslands

Das Postulat beauftragt den Bundesrat zu prüfen, wie die Nutzung des Schweizer Graslands im Rahmen der AP30+ gezielter gefördert werden kann, um eine ressourceneffiziente, standortangepasste und tierfreundliche Milch- und Fleischproduktion zu stärken.

 

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26.3509 Motion WBK-S

Förderung und Unterstützung der Tierseuchenprävention

Die Motion verlangt, dass Nutztierhalter:innen für Einkommensausfälle und Mehrkosten entschädigt werden können, die durch behördlich angeordnete Präventionsmassnahmen gegen hochansteckende Tierseuchen entstehen. Zudem sollen Wettbewerbsnachteile gegenüber ausländischen Produzent:innen vermieden werden.

  

TierPolitik Schweiz wird über den Ausgang der Behandlungen informieren sowie InitiantInnen und Tierschutzorganisationen zum Ausgang befragen.