Empfehlung Motion Chip- und Registrierungspflicht für Katzen im Kanton Bern

28. Mai 2026
Webartikel

Der Grosse Rat des Kanton Bern wird in der kommenden Sommersession die Motion 230-2025 Chip- und Registrierungspflicht für Katzen behandeln. Die Motion wurde von Casimir von Arx (GLP) eingereicht und von Susanne Clauss (SP), Claudine Esseiva (FDP), Thomas Hiltpold (GRÜNE), Francesco Marco Rappa (Mitte) und Katja Streiff (EVP) mitunterzeichnet. Sie verlangt

  • die Vereinfachung des Vollzugs der Bundesgesetzgebung im Zusammenhang mit der übermässigen Vermehrung von Hauskatzen

  • die Einführung einer Registrierungs- und Chip-Pflicht für Hauskatzen

  • vom Regierungsrat, eine einheitliche Regelung mit anderen Kantonen anzustreben, die eine Pflicht gemäss Ziffer 2 kennen oder einführen

Am 27. Mai 2026 versendeten die Organisationen Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz SUST, Tier im Fokus TiF, Schweizer Tierschutz STS und Dachverband Berner Tierschutzorganisationen DBT eine gemeinsame Empfehlung für die Annahme der Motion. Der Empfehlung angefügt waren Argumente und Antworten auf mögliche Fragen sowie eine Stellungnahme der Schweizerischen Vereinigung für Kleintiermedizin SVK-ASMPA.

Mit der Motion 230-2025 steht der Kanton Bern vor einem wichtigen tierschutzpolitischen Entscheid. Eine schweizweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hauskatzen wird seit Jahren von Fachpersonen aus Tierschutz und Tiermedizin gefordert. Die Beratung im Grossen Rat dürfte deshalb auch über die Kantonsgrenzen hinaus aufmerksam verfolgt werden. Sollte die Motion angenommen werden, könnte Bern gemeinsam mit anderen Kantonen einen bedeutenden Schritt hin zu mehr Verantwortung in der Katzenhaltung sowie zu einer wirksameren Umsetzung des Tierschutzrechts leisten.

Corinne Frana
Corinne Frana
Projektleiterin Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz SUST